Gedanken zur Homepage

Das Internet ist in den letzten Jahren einem grundlegenden Wandel unterzogen. Begonnen hat das ganze mit dem Web 2.0 Boom mit Facebook, Twitter und Co. Diese Netzwerke sind mittlerweile zum Mittelpunkt des Internets geworden wenn man so will. Gleichzeitig hat das W3-Consortium(das sind die Leute die festlegen wie HTML auszusehen hat und wie sich Elemente verhalten sollen) einige neue Standarts fertig gemacht. Im speziellen handelt es sich dabei um CSS3 und HTML5. Die beiden Standarts sind zusammen mit dem modernen Internet gewachsen und bieten daher Funktionen die man vorher mit Grafiken machen musste. (zB kann ich Schatteneffekte mittlerweile schon mit CSS machen). Gleichzeitig kam dann vor allem in den letzten Jahren der Mobil-Boom. So ziemlich Jeder hat mittlerweile ein Tablet oder ein Smartphone dabei. Bei großen Seiten zeichnet sich damit ein Trend ab. Die Leute die sich Websites angucken machen das zB in der Bahn oder in nem Restaurant, oder wenn sie auf der Couch sitzen, oder gucken mal fix was aufm Handy nach weil sie nicht aus dem Spiel taben wollen. Das sind immerhin schon 30% der Aufrufe auf den meisten Seiten. Dem entsprechend haben sich auch die Techniken wie man an Webdesign ran geht gewandelt. Man hat ständig schon im Hinterkopf wie man das ganze Design auf nem kleinen Handybildschirm auch rüber bringt. Im Grunde dreht es sich dabei um Seiten die sich der Größe anpassen. Bedienelemente haben die man auch ohne Maus benutzen kann etc.

 

Wohin geht also der Trend?

Wenn man sich so die großen Seiten anguckt, und vor allem auch was die in ihren Relaunches planen dann werden die Leute wieder experimentierfreudiger. Man spielt mit alternativen Darstellungsmethoden Nytimes ist ein tolles Beispiel die zB Kommentare neben dem Text darstellen statt darunter oder Bildbeschreibungen rechts schreiben um den Textfluss nicht zu brechen.

Optische Spielereien werden gerne eingesetzt. Einfach so kleine Gimmicks die im Endeffekt nichts machen außer nett auszusehen und dem Nutzer etwas zu geben an das er sich erinnert.

Übergroße Bilder. Dank DSL kein Problem mehr und große Bilder sehen immer gut aus. Gleichzeitig muss man sich aber auch Gedanken machen wie man Mobilgeräte beliefert die dank lahmer Verbindung eben das nicht können. Das ist dann aber technischer Schnick Schnack über den ich nochmal so einen Artikel schreiben könnte ^^.

Bei allem was ich mit CSS machen kann, lass ich aus Grafiken raus. CSS ist schneller und flexibler.

Und der letzte und wahrscheinlich wichtigste Punkt. Minimalismus und das Beschränken auf die Texte und Anzeigen die der Nutzer auch wirklich wissen will oder muss. Bestes Beispiel ist dass man auf nahezu keiner Seite mehr einen Counter sieht obwohl die mal richtig populär waren. Grund hierfür ist einfach das das nur Infos sind die den Nutzer eigentlich so gar nicht interessieren. Gleichzeitig wird dadurch der HTML-Code überschaubarer und logischer. Das kommt dem Google-Rank zu Gute und erleichtert das Optimieren auf viele verschiedene Browser.

Ich gehe mal auf die beiden wichtigsten Punkte ein.

 

Weiß

Ich habe weiß mit Bedacht gewählt und wie man an dem ersten Entwurf sehen kann war das auch nicht meine erste Wahl. In unserer Vergangenheit kamen wir von einer extremst düsteren (und zugegeben hässlichen) Seite zu unserer jetzigen Blauen. Dabei hab ich vor allem zu SW:ToR Release herum angefangen sehr viel mit Grafiken rum zuspielen. Ende vom Lied war dass ich um auch nur die simpelste Änderung zu machen nen riesen Aufwand betreiben musste weil gleich mal 5+ Grafiken involviert waren. Die Sidebar im Forum einbinden? Niemals.. einen neuen Block in der Sidebar? … Grafiken erstellen, etc. Das wurd mir auf Dauer einfach zu blöd, und da fahren wir mit unserem jetzigen Design deutlich besser. Heller wurde es damit die Seite freundlicher und vorallem sauberer wirkt, und dem User nicht im wahrsten Sinne des Wortes die kalte Schulter zu zeigen. Dunkle Seiten waren extrem populär Anfang der 2000er. Es gibt immer noch genug davon, aber das wirkt einfach nur „unfreundlich“ und dreckig, auch wenn es das nicht ist. Und nun weiß wegen 2 Dingen. Ich will die User dazu anregen Texte auch zu lesen und dabei entspannt zu sein so dass sie es gerne tun. Es gibt mittlerweile duzende Studien zum Thema Hintergrund/Text-Farbe und Lesbarkeit. Dabei kommt zum Vorschein dass zum einen der Kontrast extrem wichtig ist, und zum anderen weiß auf schwarz den Lesefluss verlangsamt. Langsameres Lesen fühlt sich für mich unangenehm an, da ich mir vorkomme als würde ich ständig stolpern. Dazu kommt jetzt noch der nächste Punkt des periphären Sehens. Ob ich will oder nicht indirekt seh ich immer die ganze Seite. Auch wenn meine bewusste Wahrnehmung nur auf einen Punkt fixiert ist. Auf hellen Hintergrund kann ich Abgrenzungen und Übergänge sehr viel subtiler gestalten als auf schwarz, wo man die Hälfte der Farben gar nicht mitbekommt. Damit kann ich mit der Platzierung des Contents besser spielen. Mein Ziel ist es... Den Fokus des Users auf den Content zu legen statt 50.000 Infos einzublenden oder ihn mit irgendwelchen Grafiken die nichts zur Sache tun abzulenken. Und da spielt das mit dem nächsten Punkt zusammen...

 

Einfachheit

Wenn ich auf eine Webseite gehe dann hab ich ein Ziel. Ich will zB ins Forum, ich will die News lesen, ich will mich über die Leute informieren. Was auch immer. Nehmen wir das Beispiel einer News. Ich komme auf eine Seite mit der Absicht die neuesten News zu lesen. Da interessiert mich in erster Linie was drinnen steht. Ob das jetzt Heinz Huber am 21ten Januar 2007 um 24:53 41 Sekunden und 59 Millisekunden geschrieben hat während er sich mit Altbier betrunken hat und dass zu dem Zeitpunkt in China ein Sack Reis umgefallen ist, ist erst mal nicht von Belang. Natürlich ist das ein übertriebenes Beispiel, aber so fühlen sich manche Webseiten einfach an. Ich werd mit Infos zugeballert die mir eigentlich Schnuppe sind und die für mein Ziel vollkommen überlastend sind. Selbst wenn ich das alles gedanklich ausblende, merke ich es subtil immer noch und das belastet einfach. Die Kunst ist es jetzt dem Nutzer wieder den Fokus auf das Wesentlicher zu geben. Dies erreiche ich durch das geschickte Weglassen und doch der Auffindbarkeit der Informationen. Beispiel zu den News. Ich sehe.. haha! News und klicke drauf. In den News selber habe ich dann rechts daneben ohne die Überschrift wieder zu überladen die Informationen zum Author und zum Post. Dadurch hab ich die Informationen aus dem Fokus geschoben und habe in der Mitte wirklich nur noch den Block an Text wegen dem ich eigentlich hier bin.

Um bei den Zielen zu bleiben. Leute sind ungeduldig. Wenn man sich Bounceraten anguckt dann springen schon sehr viele Leute(50%+!) ab wenn die Seite länger als 3 Sekunden laden muss. Mit großen Grafiken oder Hintergrundbildern können wir keine krassen Ladezeiten erreichen. Dazu kommt noch dass ich nicht auf der Homepage erst 10 Sekunden suchen will bis ich die Info habe die ich will. Deshalb wird die Menüstruktur MAXIMAL einen Unterpunkt haben. Ziel ist es den Nutzer mit 2-3 Klicks von der Startseite an jeden beliebigen Punkt der Website zu bekommen. Gerade beim Forum wird das nicht 100%ig drinnen sein, aber ich gucke mal was ich mir da einfallen lassen kann. Gleichzeitig lass ich mir auch noch einen Weg einfallen wie ich das Datum in die News bekomme. Wie gesagt.. es geht nicht darum das ich mich dagegen wehre sondern dass ich überlegter ran gehe als bei den vorherigen Designs. Das beginnt damit das ich über Googleanalytics Statistiken führen lasse wo der User auf was klickt und endet in saubererem Code der Googlefreundlich ist.

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